Ein Tag im Wald

Erster Anlaufpunkt nach dem Einsammeln aller Eichelbergzwerge am Naturfreundehaus ist der Begrüßungskreis, der wahlweise auf direktem Wege oder auf Umwegen über Hügel, Rutschstrecken oder andere Hindernisse erreicht wird. Bemerkenswert ist dabei die Geduld der Erzieher(innen), die eine wilde Meute mit einer Engelsgeduld durch den Wald führen.

Im Begrüßungskreis werden jede Menge Neuigkeiten ausgetauscht und Lieder gesungen, am besten gefällt den Kindern dabei das Lied der Königstochter mit der goldenen Kugel. Alle dürfen den Geräuschen des Waldes lauschen, dem Vogelgezwitscher, dem Knacken von Ästen und Rascheln im Laub. Eine zauberhafte Stimmung.

Ein Kind hat ein Bild gemalt und mitgebracht, was nun gemeinsam bestaunt und diskutiert wird. Die Kinder berichten von diversen Besuchen von Omas, Opas und Tanten zu Hause und was sie sonst erleben.

Anschließend zieht die Karawane weiter in Richtung Tipi-Wiese. Dort ist freies Spielen angesagt und es bilden sich kleine Grüppchen, um entweder Zwergenhäuschen zu bauen, zu klettern, in Büschen den wilden Mann zu markieren, Baumstämme durch die Gegend zu schleppen, einfach auf einem Ast zu schaukeln oder es sich auf dem Schoß von einer der Erzieherinnen gemütlich zu machen.

Nach einer Weile kommen Werkzeuge und Materialien zum Basteln heraus und es wird fleißig getont, Abdrücke hergestellt, gemalt, geschnitzt, wahre Künstler mit vollem Einsatz

Soviel Spielen und Kreativität macht hungrig und durstig und so werden alle Materialien und Kinder eingesammelt, ein Kind mit der Seife und ein anderes mit dem Handtuch herumgeschickt und alle Kinderhände strahlen wieder vor Sauberkeit.

Nach einem Segenslied werden überall Tupperschüsseln und Sigg-, Emil- oder andere Flaschen ausgepackt und gemütlich gevespert. Dazu gibt es Geschichten und das konzepttreue Essen wandert in hungrige Mägen.

Die Stärkung ist auch nötig, denn jetzt wird es ernst. Volle Konzentration ist für die Handwerksarbeit oder das Gärtnern angesagt. Es werden Traumfänger aus Weiden geflochten, Insektenhotels gezimmert oder der Gemüsegarten des Kindergartens angelegt.

Damit geht ein Kindergartentag dem Ende entgegen, und die kleinen Zwerge fallen schlammverspritzt und mit strahlenden Augen in die Arme der wartenden Papas, Mamas, Omas oder Opas.