Ein Tag im Wald

Es ist Frühling im Wald und wir werden empfangen von den singenden Vögeln und den Gerüchen der aufgehenden Blüten, Büsche und Sträucher. Die Kinder kommen langsam am Treffpunkt, hinter dem Naturfreundehaus des Waldkindergartens an.

Wenn alle Kinder angekommen sind,wandern wir mit Rucksack und frohen Mutes, den Weg durch den Eichelbergwald hoch zu unserem ersten Anlaufpunkt dem Morgenkreis.

Immer wieder halten wir an, denn manche Kinder bestaunen die Mistkäfer,die gerade über den Weg gehen. An den Haltepunkten warten wir auf unsere Beobachter. Dann sind wir an der großen Wurzel angekommen und machen eine kleine Trinkpause. Einige Kinder machen die Jacken auf, denn beim Hochwandern kann es warm werden.

Die Erzieher(innen) schauen dass alle Schäfchen da sind und dann geht es weiter zum Morgenkreis, der sich unter  Buchen und Eichen im Wald befindet. Wir gehen alle in unseren mit Ästen gerichteten Kreis und eine Kerze wird angezündet.

Wir werden still und lauschen den Vögeln beim Singen. Es ist eine zauberhafte Stimmung. Dann singen wir unser Begrüßungslied. Ein Kind darf die Kinder zählen und wir schauen wer heute zu Hause ist von den Kindern. Danach singen wir noch ein Frühlingslied. Es tönen die Lieder….

Die Kinder grinsen weil sie das Spielen auf der Schalmei und das LaLaLa lustig finden. Anschließend ziehen wir weiter in Richtung Tipiwiese. Dort ist freies Spielen angesagt. Einige Kinder spielen Rollenspiele, andere machen in einer Kuhle im Baum Zaubermatsche oder Zaubersuppe und eine  Erzieherin darf probieren. Wenn sie die Nase rümpft oder fragt was das ist, fangen sie an zu lachen. Wir lachen viel und gerne.

So jetzt ist 10 Uhr und wir gehen zum Händewaschkreis den eine Erzieherin mit den Rucksäcken schon vorgerichtet hat. Nun machen wir das Spiel vom Zwerglein das im Grase lief. Die Kinder freuen sich und jeder möchte mal das Zwerglein sein. Nun waschen wir die Hände und gehen zu unserem Frühstückskreis, der ein Waldsofa aus Ästen ist. Die frische Luft, das freudige Spielen und die Bewegung machen hungrig. Wir sprechen ein Segenssprüchlein und nun holen alle Kinder ihr Vesper aus den Rucksäcken heraus. Nach dem Danken, gehen die Kinder wieder spielen.

Nun wird die Zaubersuppe weiter gekocht. Einige Kinder gehen auf die Tipiwiese und machen Fangspiele. Zwischen der großen Baumgruppe haben Kinder eine Hütte gebaut aus Ästen und Zweigen. In der  zweiten  Freispielzeit, dürfen die Kinder oft schnitzen, im Garten helfen, manche möchten Bücher anschauen und heute dürfen sie mit Wasserfarben malen. Eine Erzieherin richtet inzwischen Bänke und Tische und die Materialien. Gegen 11 Uhr darf eine kleine Gruppe zum Malen kommen. Die Kinder malen und tauchen ein in ihre Schöpferische Phantasie. Ab und zu kommt ein Kind bleibt stehen und schaut zu. In der Kuhle  der Buche auf der anderen Seite wird aus der Zaubersuppe langsam ein Brei und die Kinder backen Brötchen. Diese werden auf ein Stück  Rinde gelegt und verteilt.

Oh es ist fast 12 Uhr. Ich singe: In 5 Minuten ist Abschlusskreis… Um 12 Uhr hört man die Glocken von den Bruchsaler Kirchen oben bei uns im Eichelberg. Es ist Zeit. Der Vormittag ist schon fast zu Ende. Wir treffen uns im Kreis und eine Erzieherin erzählt eine Geschichte. Die Kinder hören aufmerksam zu, denn in der Geschichte kommen Vogelkinder vor die fliegen lernen möchten… Mit dem Abschlusslied beenden wir den Abschlusskreis und geben dem Vormittag eine wunderbare Abrundung. Einige Kinder dürfen ihre Rucksäcke aufsetzten und mit zwei Erzieherinnen runter gehen. Das ist die Frühgruppe. Damit geht der Kindergartenvormittag zu Ende und die Kleinen dürfen verschmutzt und mit leuchtenden Kinderaugen in die Arme der wartenden Papas, Mamas, Omas oder Opas fallen.

In der Spätgruppe dürfen es sich die Kinder ganz gemütlich machen. Manche ruhen sich aus, lassen sich ein Buch vorlesen oder spielen. Um 13 :30 Uhr  gehen auch sie dann mit dem Erzieher/in den Eichelberg runter. Um 14 Uhr wird das letzte Kind abgeholt und darf vermatscht und glücklich nach Hause gehen.